Künstler
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Sabine Kardel
Mitglied seit 2007

10 Fragen an Sabine Kardel

1. Wie sind Sie zur Kunst gekommen?
Aus innerer Zerissenheit bin ich quasi durch Meditation zu dem Wissen gekommen, dass ich digitale Bildbearbeitung machen will.
2. Was inspiriert Sie? Wie finden Sie Ihre Motive?
Meine Bilder sind überwiegend Träume, die ich habe, mehrheitlich auf der hellsichtigen Schwelle vom Wachen zum Schlaf. Wie bei Edgar Ende - kein Vergleich - entstehen sie aus dem Unbewussten. Manchmal inspirieren mich aber auch kleine Dinge, von denen ich meine, dass sie ein Eigenleben haben. Wasserhahn in Masuren: fällt der Tropfen oder nicht?
3. Wo entstehen Ihre Kunstwerke?
Meine Bilder entstehen erst im KopfTraum, dann am Computer zu Hause. Die erste Phase ist die Schöpferische, die Zweite die Handwerkliche
4. Wie haben Sie Ihr künstlerisches Handwerk gelernt?
Üben, üben, üben
5. Was ist für Sie persönlich das Wichtigste, das jemals jemand über ein Kunstwerk von Ihnen gesagt oder geschrieben hat?
Das, was mein Laudator bei meiner letzten Ausstellung gesagt hat. Er hat die Parallele zu Franz Kafkas Metamorphosen gezogen. Und er hat an Caspar David Friedrich erinnert, der sagte, wenn man nur das malt, was man sieht, sollte man das Malen lassen. Nichts ist wie es zu scheinen mag; alles ist beseelt, der äußere Schein besagt nichts
6. In 3 Sätzen: Warum machen Sie Kunst?
Ich mache nicht Kunst, ich mache Bilder aus innerem Bedürfnis heraus. Die Bilder müssen raus, müssen das Licht erblicken, dürfen nicht verschlossen bleiben. Wie bei einem Bildhauer, der im Stein die Figur vorhanden weiß, und nur das Überflüssige entfernen muss, um die Figur zu befreien. So jedenfalls sah es Michelangelo, und ich mit ihm :-
7. Welche Techniken bevorzugen Sie und warum?
Gemälde sind wärmer. Ich bin aber zu ungeduldig, um neue Farbtechniken zu erfinden, um Trockungszeiten zu beachten. Was ich ausdrücken WILL, KANN ich nur so ausdrücken.
8. Wie lange brauchen Sie in der Regel für ein Kunstwerk?
Ganz unterschiedlich. Manches entsteht in 1 Stunde, an anderen sitze ich bis 2 Monate.
9. Gibt es Menschen, die Ihre Kunst beeinflusst haben?
Edgar Ende auf alle Fälle, wird zu sehr unterschätzt, Dali, dessen Kunst ich sehr mochte, bis ich Beliebiges darin sah, Füssli: unerreicht. In ihren Aussagen Dante Bilder aus den Höllenkreisen, Botticelli, Prevert, der große Dichter. Und Meckseper, Barlach, Vaccari nicht zu vergessen.
10. Welche Frage haben wir Ihnen nicht gestellt, die Sie hier gerne noch beantworten möchten?
Die Fragen, die mögliche Kunstinteressierte mir stellen mögen, die noch nicht beantwortet sind. Am liebsten inhaltlicher und nicht technischer Art